Unter dem Begriff Metallbau werden alle Berufssparten zusammengefasst, die gemäß der DIN 18360 von 1996 bei der Neuordnung des Handwerks zu den sogenannten Schmiedearbeiten und Schlosserarbeiten gezählt werden oder zum Beispiel bei der Berchtold Metallbau GmbH arbeiten. Da zum Beispiel in der DIN 18360 Metall verarbeitende Berufe, wie der Stahlarbeiter, der Klempner sowie Beschlagarbeiten und Rollladenarbeiten nicht hinzugezählt werden, der Klempnerberuf jedoch zu den Schlosserberufen gezählt wird, sind die fächerübergreifenden Grenzen eher wage gezogen und der Ausdruck Metallverarbeiter käme diesem Umstand wohl am nächsten. Genauso verhält es sich mit den Stahlarbeitern, die sich mit der Fertigung und Montage großer Stahltragewerke, wie Brücken oder Hochhäusern auseinandersetzen. Demgegenüber fertigt der Stahlbauschlosser in der Industrie diese Werke oft nur in einem etwas kleineren Maßstab. 

Schlossereien sind zumeist mittelständische Unternehmen in der Metallverarbeitung. Im Handwerk und Baugewerbe zählen die Bauschlosser, die Kunstschlosser und die KFZ-Schlosser zu dieser Berufsgruppe. Bauschlosser, heute eher unter der Berufsbezeichnung: Metallbauer mit Fachrichtung Konstruktionstechnik bekannt, beschäftigen sich mit der Fertigung von Stahlbauteilen für das Baugewerbe, wie Treppen, Geländer, Tore und Türen. Der Kunstschlosser hingegen, der heute eher als Metallgestalter bezeichnet wird beziehungsweise Metallbauer mit der Fachrichtung Metallgestalter fertigt kunstvoll gestaltete Verzierungen und Metalldekorationen für Treppen, Geländer und andere Metallarchitekturen. In der Industrie hingegen beschäftigt sich der Betriebsschlosser mit der Instandhaltung und Wartung von Maschinenteilen und Anlagen und ist heute eher unter dem Begriff Industriemechaniker bekannt. Der Stahlbauschlosser, heute Konstruktionsmechaniker, fertigt nach industriellen Maßstäben tragende Stahlkonstruktionen, wie Stahlbrücken und Stahltreppen, ist aber auch im Anlagen- und Apparatebau (zum Beispiel Druckbehälterbau) tätig. Die Berufsgruppe der Klempner in der Industrie fertigen Blechkonstruktionen durch Falzen, Sicken und Bördeln und sind allgemein auf die Umformung von Blechen und der Verarbeitung spezialisiert. Der Rohrschlosser im Tiefbau muss jede Form von Schweißarbeiten beherrschen, wozu das Autogenschweißen als auch das Schutzgasschweißen, Wolfram-Inert-Gas und Metall-Inert-Gas, kurz WIG und MIG gezählt werden.   

Der Schmied, dessen Hauptaufgabe das Schmieden von Metallen im Handwerk oder im industriellen Maßstab ist, wird heute unter dem Begriff Metallbauer mit Fachrichtung Metallgestaltung zusammengefasst. Diese oft zur Waffen-, Werkzeug- und Geräteherstellung seit der Bronze- und Eisenzeit bekannte Berufsgruppe waren seit jeher unter den Begriffen wie zum Beispiel Waffenschmied, Nagelschmied, Messerschmied und Hufschmied bekannt und spezialisierten sich so nicht nur hinsichtlich ihrer Tätigkeit und des Arbeitsfeldes, sondern auch hinsichtlich der Materialkunde, zum Beispiel Silberschmied oder Goldschmied. In der kreativen Metallgestaltung glich der Schmied also eher einem Künstler und das metallurgische Fachwissen, wurde durch Erfahrung von Generation zu Generation weitergegeben.   

Des Weiteren beschäftigt sich heute der Metallbau mit der Verarbeitung von Metallen im Verbund mit Nichtmetallen, wie Kunststoffen. Dieses Betätigungsfeld kommt besonders im Fensterbau, Fassadenbau und Geländerbau zum Tragen und äußert sich in der Montage von Fenstern, Türen, Metallfassaden sowie Treppen und Stegen, um nur einige zu nennen.

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